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FinOps: Warum Cloud-Kosten ein Governance-Problem sind, kein Finanz-Problem
Ein Entwicklungsteam richtet in AWS einen Kubernetes-Cluster ein – für ein internes Testsystem. Das Cluster läuft, die Tests laufen, am Ende des Sprints ist das Feature fertig. Der Cluster wird nicht mehr gebraucht. Er wird aber auch nicht abgebaut, weil niemand dafür zuständig ist und niemand weiß, ob er noch gebraucht wird. Drei Monate später erscheint er auf der AWS-Rechnung. Niemand fragt.
Das Szenario ist erfunden, aber es ist repräsentativ. Cloud-Verschwendung entsteht fast nie durch bösen Willen – sie entsteht durch unklare Zuständigkeiten und das Fehlen von Feedback-Schleifen zwischen denen, die Ressourcen erstellen, und denen, die die Rechnung sehen.
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ServiceNow: Zwischen Enterprise-Potential und Implementierungs-Realität
ServiceNow ist eines der wenigen Softwareprodukte, das man sowohl für außerordentliche Produktivitätsgewinne loben als auch für außerordentliche Ressourcenverschwendung kritisieren kann – je nachdem, in welchem Unternehmen man gerade arbeitet. Beides ist zutreffend. Die Erfahrungen könnten kaum weiter auseinandergehen, und der Grund liegt selten in der Software selbst.
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Budget genehmigt, Projekt blockiert: Der unterschätzte Preis der IT-Personalknappheit
Ein Projektleiter bei einem mittelständischen Industrieunternehmen beschrieb uns kürzlich eine Situation, die wir so oder ähnlich häufig hören: Das Budget für die Cloud-Migration war Mitte Januar genehmigt. Externe Projektbegleitung sollte her – ein erfahrener Cloud-Architekt, zwei DevOps-Engineers. Gesucht wurde über drei Jobportale gleichzeitig, eine Personalvermittlung war eingeschaltet. Erste qualifizierte Kandidaten kamen im März. Der Projektstart verschob sich auf Mai. Bis dahin hatte das Kernteam intern Parallelarbeit aufgenommen – mit den Ressourcen, die gerade eben verfügbar waren.
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Terraform oder Pulumi: Wenn Infrastructure as Code zur Architekturentscheidung wird
Wenn man DevOps-Teams fragt, welches IaC-Tool sie einsetzen, lautet die Antwort in neun von zehn Fällen: Terraform. Das ist keine Überraschung. Terraform ist seit 2014 auf dem Markt, hat eine riesige Provider-Bibliothek, läuft in jeder CI/CD-Pipeline und kennt jeder Senior Engineer, der in den letzten acht Jahren mit Cloud gearbeitet hat.
Pulumi macht seit drei bis vier Jahren Boden gut. Das Versprechen: Infrastruktur mit echten Programmiersprachen definieren – TypeScript, Python, Go, C#. Kein HCL, keine eigene DSL, sondern Code, den Entwickler kennen.
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KI-Projekte scheitern selten an der KI
Ein Pharmaunternehmen investiert sechs Monate in die Einführung eines KI-gestützten Dokumentenmanagementsystems. Am Ende läuft das Modell stabil, liefert Ergebnisse in Millisekunden – und niemand nutzt es. Der Grund: Die Daten, auf denen es trainiert wurde, spiegeln nicht die Wirklichkeit der Produktion wider. Vier verschiedene Teams hatten dasselbe Feld unterschiedlich befüllt. Das Modell hatte aus inkonsistenten Daten konsistente Muster gelernt. Falsche Muster.
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Scheinselbstständigkeit in IT-Projekten: Was Unternehmen wissen müssen
Ein IT-Leiter erzählte uns kürzlich von einer Betriebsprüfung, die sein Unternehmen drei Jahre nach dem Ende einer Freelancer-Zusammenarbeit eingeholt hatte. Der Freelancer hatte damals selbst einen Antrag auf Statusfeststellung gestellt – weil er Arbeitslosengeld beantragen wollte. Das Ergebnis: knapp 90.000 Euro Nachzahlung, inklusive Zinsen. Und das war für eine einzelne Person.
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